Wohnkostenreport 2017: Lieber kaufen als mieten.

27Juli

Wohnkostenreport 2017: Lieber kaufen als mieten.

Käufer sparen im Vergleich zu Mietern etwa ein Drittel der Kosten. Das ergab der aktuelle Wohnkostenreport 2017 des „Institutes für Wirtschaft in Köln“ (IW). Trotz dieser Einsparungen ist die Zahl der Ersterwerber rückläufig.

Einsparungen regional unterschiedlich

Das Kölner Wirtschaftsinstitut hat in 402 Kreisen deutschlandweit die Wohnkosten verglichen – Mieten gegen Wohnen. „Kaufen ist aufgrund immer noch niedriger Zinsen günstiger als Mieten“ sagt Michael Voigtländer vom IW. In den deutschen Metropolen reicht die Vorteilhaftigkeit des Wohneigentums von 34 Prozent in München bis hin zu 47 Prozent in Hamburg. Im Rahmen der regionalisierten Analyse auf Kreisebene wird deutlich, dass die Vorteilhaftigkeit zwischen 13 Prozent und 67 Prozent schwankt – durchschnittlich ist Wohneigentum rund 41 Prozent günstiger als das Mieten.

Ersterwerber werden immer älter

Nur etwa 40 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über ein Vermögen von mehr als 40.000 Euro. Rund 30 Prozent des Kaufpreises müssen Käufer jedoch als Eigenkapital angespart haben. Die Auswertungen des IW zeigen, dass die Zahl der Ersterwerber rückläufig ist. Zudem werden Ersterwerber immer älter: So beträgt das Durchschnittsalter beim Kauf 48 Jahre. Die Zahl der Kinder in Käuferhaushalten ist in den vergangenen zwei Jahren von 0,55 auf 0,35 gesunken. Experten fordern, die Voraussetzungen für den Hauskauf zu senken, um mehr jungen Familien Wohneigentum zu ermöglichen.

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